Selbstverteidigung, Sicherheit und Bewusstsein
Seit vielen Jahren ist die Aufklärungs- und Präventionsarbeit an öffentlichen Schulen ein Hauptbestandteil des Kampfkunstverbandes Wing Tsjun International. Bei den Kursen werden den Kindern zwei Arten von Selbstverteidigung vermittelt:
Körperliche Selbstverteidigung
Hier werden den Kindern Werkzeuge gegeben, mit denen sie sich schützen können. Diese Werkzeuge erstrecken sich von Übungen zu Gestik
und Mimik, über effektive Schlag-, Tritt- und Befreiungstechniken, bis hin zum Ansprechen von Passanten und Weglaufen.
Geistige Selbstverteidigung
Durch Übungen zu starkem Auftreten und der Vermittlung potentiell gefährlicher Situationen lernen die Kinder, sicher mit Stressmomenten und angstbeladenen Situationen umzugehen.
Geistige Selbstverteidigung
Anhand einfach verständlicher Fallbeispiele wird den Kindern beigebracht, potentiell gefährliche Situationen in drei Stufen, sog. Sicherheitscodes, zu
betrachten; in Grünen, Gelben und Roten.
So lernen die Kinder, anhand der Farben Situationen anhand ihres Bauchgefühls einzuordnen und Gefahrsituationen zu entgehen.
Wie bei Verkehrsampeln erhalten sie so die Fähigkeit, ganz natürlich zu erfühlen, wann sie sicher sind (grün), wann sie aufpassen müssen (gelb) und wann sie in Gefahr sind (rot).
Die "grüne" Sicherheitsampel
Wenn unsere Sicherheitsampel grün zeigt heißt das
"WIR SIND SICHER"
und alles ist normal.
Das Präventionstraining stärkt das Selbstbewusstsein. Ziel des Trainings ist es, dass die Kinder eigenverantwortlich immer wieder anstreben, sich in einem
"grünen" Bereich aufzuhalten, bzw. sofort dahin zurückzukehren, sofern sie diesen einmal verlassen haben sollten.
Die "gelbe" Sicherheitsampel
Wenn unsere Sicherheitsampel auf gelb springt, heißt das für unseren Instinkt oder unser Bauchgefühl
"HIER STIMMT ETWAS NICHT"
und es muss gehandelt werden.
Sensibilisierung ist ein Hauptbestandteil des Kurses. Gelbe, also potentiell gefährliche Situationen sind unbedingt zu vermeiden und den Kindern werden
Wege vermittelt, schnellstmöglich solchen Situationen zu entkommen und den grünen Sicherheitscode anzustreben.
Die "rote" Sicherheitsampel
Sobald unsere Sicherheitsampel auf rot springt, wissen wir
"ES BESTEHT GEFAHR"
und wir müssen schnell reagieren.
Hier sind sog. Notfalltechniken gefragt. So lernen die Kinder z. B. für den Fall eines körperlichen Angriffs nicht nur effektive Selbstverteidigungstechniken, sondern ebenfalls die Wichtigkeit, um Hilfe zu rufen und sich nach einer solchen Situation unbedingt mitzuteilen.
Die körperliche Selbstverteidigung
Der Unterricht findet zumindest zeitweise in geschlechtlich getrennten Gruppen statt und wird i.d.R. von einem gemischtgeschlechtlichen Trainerteam geleitet. Dadurch kann gezielt auf geschlechtlich definierte Probleme im Umgang mit Gewalt eingegangen werden.
Die Kinder lernen, dass sie eine verbale und eine körperliche Grenze ziehen müssen, sobald sie in eine aggressionsgeladene Situation geraten, oder sie sich nicht mehr wohl fühlen. Dafür werden in den Präventionskursen Übungen zum Erkennen und Erfühlen eigener Intimzonen und -distanzen vermittelt und mit dem Partner geübt.
Rollenspiele zu Gestik und Mimik gehören ebenso zum Programm, wie die Vermittlung effektiver Wing-Tsjun-Selbstverteidigungstechniken. Diese Techniken sind leicht zu erlernen und anzuwenden und zwar weitestgehend ohne den Einsatz eigener Körperkraft.










